Das Vereinsleben in Deutschland hat in den letzten zwei Jahren schwer gelitten. Die Mitgliederzahlen sind geschrumpft, der Zusammenhalt bröckelte und die Vereinskassen habe ebenfalls gelitten. Nun langsam ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen und viele Vereine können aufatmen. Die Beschränkungen werden fallen gelassen und man kann wieder im Verein aktiv sein.

Heute wollen wir darüber berichten, wie wir in dieser schwierigen Zeit überlebt haben und wie wir uns auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten wollen.

Zu anstehenden Festen gemeinsam etwas unternehmen

Der Verein ist für uns mehr als eine Gruppe von Menschen, mit denen wir Sport treiben. Wir sehen uns als eine zweite Familie an, mit der wir gerne Zeit verbringen. In der Zeit in der Segelsport keine Rolle spielt, sehen wir uns dennoch regelmäßig. Beispielsweise während der Weihnachtszeit haben viele unserer Mitglieder zusammen gefeiert und wurden in die Familien der jeweils anderen integriert. Es ist ein alter Brauch, dass wir uns an Heiligabend, nachdem die Bescherung und das Familienprogramm hinter uns gelassen wurde,  um die Häuser ziehen und bei jedem einen kleinen Drink nehmen. Darauf freut sich die gesamte Mannschaft schon viele Wochen vor Weihnachten.

Ständig am Erfolg des Vereins arbeiten

Den Segelverein aufrecht erhalten

Ein Verein ist niemals “fertig” und es gibt ständig etwas zu tun. Hier ist es wichtig, dass alle Akteure eingebunden werden. Jedes Mitglied kann einen Beitrag leisten und dafür sorgen, dass unser Verein gut in Schuss ist. Im letzten Sommer haben wir beispielsweise einen neuen Zaun errichtet und angestrichen. Das trägt zu einer guten Außenwirkung bei und sorgt dafür, dass wir alle gerne vor Ort sind.

Anstatt ein Handwerksunternehmen zu beauftragen, haben wir selbst Hand angelegt. Auf diese Weise stärken wir den Zusammenhalt und sorgen für mehr Identifikation der Mitglieder mit dem Verein. Auch beim Segelverein Ottendorf ist das der Fall.

Auch außerhalb des Sportes Zusammenhalten

Beim Segeln muss man sich auf seine Crew verlassen können und auch im Alltag sind wir Menschen ständig auf Unterstützung angewiesen. Wer sich beim Sport vertraut, tut das auch im Privatleben. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir für unsere Mitglieder da sind, wenn diese mal Probleme haben. Es ist ein beruhigendes Gefühl wenn man weiß, dass man in schwierigen Situationen nicht alleine sein wird. Diese Loyalität gilt nicht nur den Mitgliedern untereinander, sondern auch dem Verein, der das ermöglicht. Aus diesem Grund hatten wir keine einzige Abmeldung während der Pandemie zu verzeichnen.

Weitere Einnahmequellen schaffen

Ein Verein braucht Geld um zu florieren. Eine wichtige Quelle sind die Mitgliedsbeiträge, doch es ist unbedingt sinnvoll hier zu diversifizieren. Wie das erfolgen kann hängt von den Gegebenheiten des Vereins ab. Wer ein schönes Areal zur Verfügung hat, kann hier beispielsweise einmal im Jahr ein Sommerfest machen. Hier werden Speisen und Getränke verkauft, genetzwerkt und neue Mitglieder gewonnen. Auch Sponsorings sind interessant, denn lokale Unternehmen wollen dringend Reichweite und Aufmerksamkeit gewinnen.

Gemeinsam wohltätig sein

Ein Verein ist immer eine lokale Organisation und es ist wichtig, dass diese vor Ort gut integriert ist. In schwierigen Zeiten zahlt es sich aus, wenn man ein gutes Netzwerk hat. Wohltätige Arbeit trägt dazu bei, bringt Zufriedenheit und hilft Menschen, die uns brauchen. Außerdem kann man so die guten Vorsätze fürs neue Jahr umsetzen.

Als Verein hat man viel Manpower und kann Dinge bewegen. Wenn eine lokale Organisation Hilfe braucht, solltet ihr zur Stelle sein. Damit unterstützt ihr nicht nur Menschen in Not, sondern habt eine gemeinsame Beschäftigung, sorgt für gute Presse und könnt netzwerken.

Unser Verein hat es sich deshalb zum Ziel gemacht mindestens an zwei wohltätigen Aktionen im Jahr maßgeblich beteiligt zu sein.